Die Alliierten beschlossen schon vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, die für Krieg und Verbrechen verantwortlichen nationalsozialistischen Führer zu internieren und zu verurteilen. Allerdings konnten sie sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen.
Der sowjetische Geheimdienst richtete zwischen 1945 und 1950 in der Sowjetisch besetzten Zone und späteren DDR zehn Speziallager ein. Dafür wurden auch ehemalige NS-Konzentrationslager verwendet. Anfangs sollten dort Funktionsträger des NS-Staates inhaftiert werden. Die Lager wurden aber auch zur Zwangsrekrutierung von Arbeitskräften für die Sowjetunion genutzt. Mehrheitlich wurden deutsche Zivilisten ohne Gerichtsurteil interniert, die als Gefahr für den Aufbau der neuen kommunistischen Gesellschaftsordnung galten.
Unter den Inhaftierten waren viele sehr junge Menschen. Dies betrifft auch die Männer und Frauen, die hier über ihr Leben sprechen. Einige von ihnen wurden im Speziallager geboren, weil ihre Mütter inhaftiert waren. Die harten Bedingungen, das Erleben von Hunger, Krankheit und Tod vieler Mithäftlinge, hat ihr Leben geprägt.
Zeitzeugen und Zeuginnen zu diesem Thema
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Alexander Latotzky
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Roland Steinbach
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Gerhard Jahn
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Ursula Fischer
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Eberhard Hoffmann
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Reinhard Wolff
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Günther Wetzlaugk
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Heinzotto Werner
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Wolfgang Völzke
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Gerhard Taege
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Gisela Trostorf
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Waltraud Thiele
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Paul Radicke
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Detlev Putzar
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Benno Prieß
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Joachim Mösch
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Marianne Meierhofer
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Heinz-Günther Lorenz
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Horst Klepel
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Barbara Kirchner
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Karl Keßner
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Günter Jäger
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Manfred Grünert
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Harald Beer
Dokumente zum Thema

Befehl des Kommissars für Inneres Nr. 00315 „Zur teilweisen Abänderung des Befehls des NKVD der UdSSR Nr. 0016 vom 11. Januar 1945.“
Quelle: GA RF, f. 9401, op. 12, d. 178, I. 30-32, zit. nach Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander von Plato (Hg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950, Bd. 2, Sowjetische Dokumente zur Lagerpolitik, eingeleitet und bearbeitet von Ralf Possekel, Berlin 1998, S. 178ff.

Befehl des Kommissars für Inneres Nr. 00315 „Zur teilweisen Abänderung des Befehls des NKVD der UdSSR Nr. 0016 vom 11. Januar 1945.“
Quelle: GA RF, f. 9401, op. 12, d. 178, I. 30-32, zit. nach Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander von Plato (Hg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950, Bd. 2, Sowjetische Dokumente zur Lagerpolitik, eingeleitet und bearbeitet von Ralf Possekel, Berlin 1998, S. 178ff.

Befehl des Kommissars für Inneres Nr. 00315 „Zur teilweisen Abänderung des Befehls des NKVD der UdSSR Nr. 0016 vom 11. Januar 1945.“
Quelle: GA RF, f. 9401, op. 12, d. 178, I. 30-32, zit. nach Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander von Plato (Hg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950, Bd. 2, Sowjetische Dokumente zur Lagerpolitik, eingeleitet und bearbeitet von Ralf Possekel, Berlin 1998, S. 178ff.

Befehl des Kommissars für Inneres Nr. 00315 „Zur teilweisen Abänderung des Befehls des NKVD der UdSSR Nr. 0016 vom 11. Januar 1945.“
Quelle: GA RF, f. 9401, op. 12, d. 178, I. 30-32, zit. nach Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander von Plato (Hg.), Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950, Bd. 2, Sowjetische Dokumente zur Lagerpolitik, eingeleitet und bearbeitet von Ralf Possekel, Berlin 1998, S. 178ff.